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Website Relaunch Checkliste: Schritt für Schritt

Was vor, während und nach dem Relaunch abzuhaken ist, mit dem Weiterleitungskonzept als Kernstück und den fünf Fehlern, die Rankings kosten.

Veröffentlicht: 22. August 2026·Aktualisiert: 23. August 2026
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Was gehört in eine Relaunch-Checkliste?

Eine Website-Relaunch-Checkliste ist die geordnete Liste aller Schritte, die den Umzug einer Website auf eine neue Struktur oder Technik absichern, in drei Phasen: Bestandsaufnahme und Messung vor dem Relaunch, Weiterleitungskonzept, Content-Migration und Testing während der Umsetzung, Monitoring und Nachsteuerung nach dem Launch. Ihr Zweck ist einfach: Was heute funktioniert, soll morgen nicht verloren gehen.

Denn der teuerste Relaunch-Fehler ist unsichtbar. Eine Seite kann schöner, schneller und besser strukturiert sein und trotzdem drei Monate später weniger Anfragen bringen, weil ein paar hundert URLs ins Leere laufen. Rankings sind kein Besitz, sondern ein Zustand, und dieser Zustand hängt an Adressen, die Google seit Jahren kennt.

Die folgende Checkliste ist die, mit der wir selbst arbeiten. Sie ist bewusst nüchtern: keine Design-Phasen, keine Workshop-Formate, sondern die Punkte, an denen Relaunches in der Praxis scheitern. Wie wir sie in Projekten anwenden, lesen Sie unter Website Relaunch.

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Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme

Erster Punkt: Ziel definieren, in einer Zahl. „Moderner aussehen“ ist kein Ziel, sondern ein Gefühl. Anfragen pro Monat, Conversion-Rate, Umsatz aus organischem Traffic: daran wird der Relaunch später gemessen. Ohne diese Festlegung diskutieren Sie nach dem Launch über Geschmack statt über Ergebnisse.

Zweiter Punkt: Inhalte inventarisieren und bewerten. Ziehen Sie alle bestehenden Seiten in eine Tabelle und ergänzen Sie je Seite Aufrufe, Einstiege, Rankings und Conversions aus den letzten zwölf Monaten. Dann entscheiden Sie pro Zeile: übernehmen, zusammenführen, überarbeiten, streichen. Diese Tabelle ist das wichtigste Dokument des gesamten Projekts.

Dritter Punkt: technische Altlasten erfassen. Welche Seiten sind indexiert, die es nicht sein sollten? Wo gibt es bereits Weiterleitungsketten, doppelte Inhalte, verwaiste Seiten? Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, diesen Ballast loszuwerden, aber nur, wenn Sie ihn vorher kennen.

Vierter Punkt: Zugänge und Verantwortlichkeiten klären. Wer hat Zugriff auf Domain, DNS, Hosting, Search Console, Analytics, Tag Manager? Fehlende Zugänge sind der klassische Grund, warum ein Launch am Launch-Tag hängen bleibt. Klären Sie das in Woche eins, nicht in der Launch-Nacht.

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Vor dem Relaunch: URL-Inventar und Benchmarks

Das URL-Inventar ist die Grundlage für alles Weitere, und es entsteht aus vier Quellen, nicht aus einer. Crawlen Sie die Website vollständig, exportieren Sie zusätzlich alle URLs mit Impressionen aus der Search Console, alle Landingpages mit Traffic aus Analytics und die XML-Sitemap. Die Vereinigungsmenge ist Ihr Inventar. Ein reiner Crawl übersieht genau die Seiten, die nicht mehr verlinkt sind, aber noch ranken und Besucher bringen.

Ergänzen Sie das Inventar um extern verlinkte Seiten aus einem Backlink-Tool. Diese URLs sind besonders wertvoll: Sie tragen Autorität, und ein Fremdlink, der ins Leere zeigt, lässt sich nachträglich fast nie korrigieren.

Benchmarks messen heißt: Zahlenstand einfrieren, bevor sich etwas ändert. Notieren Sie organische Sitzungen, Top-Rankings mit Positionen, Conversions und Conversion-Rate je Seitentyp, Ladezeiten der wichtigsten Seiten sowie die Zahl der indexierten Seiten. Ohne diesen Vorher-Stand ist jede spätere Diskussion über den Erfolg des Relaunchs Meinungssache.

Und ein Punkt, den fast alle vergessen: Prüfen Sie, ob Ihr Tracking überhaupt sauber misst, bevor Sie den Vorher-Stand aufnehmen. Ein Relaunch, dessen Vergleichsbasis auf kaputtem Tracking beruht, liefert später Zahlen, die nichts beweisen.

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Während des Relaunchs: das Weiterleitungskonzept

Das Weiterleitungskonzept ist eine Tabelle mit zwei Spalten: alte URL, neue URL. Jede Zeile Ihres Inventars braucht ein Ziel, und dieses Ziel muss inhaltlich passen. Eine gelöschte Produktkategorie gehört auf die thematisch nächste Kategorie, nicht pauschal auf die Startseite: Sammelweiterleitungen auf die Startseite behandelt Google überwiegend wie einen 404, nur ohne dass Sie es im Fehlerbericht sehen.

Technisch gilt: 301, also permanent. Ein 302 signalisiert Vorläufigkeit und überträgt die Signale nicht zuverlässig. Achten Sie außerdem auf Ketten und Schleifen: Wenn Adresse A auf B und B auf C zeigt, tragen Sie A direkt auf C ein. Ketten entstehen fast immer beim zweiten Relaunch. Dann treffen alte Regeln auf neue.

Vergessen Sie die Randfälle nicht: Sprachvarianten, Paginierungsseiten, Parameter-URLs aus Kampagnen, PDF-Dateien, Bilder, alte Landingpages aus Ads-Kampagnen. Gerade PDFs und Kampagnen-Landingpages fehlen in fast jedem Konzept, das wir übernehmen.

Und testen Sie die Tabelle vor dem Launch. Auf der Staging-Umgebung lassen sich alle Regeln automatisiert durchprüfen: Liefert jede alte URL genau einen 301 auf eine Seite mit Status 200? Diese Prüfung dauert Minuten und verhindert den teuersten Fehler des Projekts.

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Während des Relaunchs: Migration, Staging und Testing

Bei der Content-Migration gilt: übertragen, nicht kopieren. Inhalte, die Sie behalten, gehören strukturell an die neue Architektur angepasst: Überschriftenhierarchie, interne Verlinkung, Meta-Titel und -Beschreibungen. Übernehmen Sie außerdem strukturierte Daten und, wo vorhanden, Bewertungen und FAQ-Auszeichnungen; sie sind sichtbarer Bestandteil Ihrer Suchergebnisse.

Die Staging-Umgebung muss vor Suchmaschinen geschützt sein: per Passwortschutz, nicht nur per Robots-Anweisung. Und der wichtigste Punkt daran: Diese Sperre muss beim Launch weg. Eine live geschaltete Website, die versehentlich auf „noindex“ steht, ist der Klassiker unter den Relaunch-Katastrophen und fällt oft erst nach Wochen auf.

Testen Sie vor dem Launch systematisch: alle Formulare mit echtem Versand, alle Seitentypen auf Mobilgeräten, Ladezeiten unter realistischen Bedingungen, Rechtstexte und Cookie-Banner, Tracking-Events im Debug-Modus, Barrierefreiheit der Navigation per Tastatur. Legen Sie dafür eine Abhakliste an und verteilen Sie sie auf mehrere Personen. Wer wochenlang an einer Seite baut, sieht ihre Fehler nicht mehr.

Planen Sie den Launch-Zeitpunkt bewusst: nicht Freitagnachmittag, nicht vor Feiertagen, nicht mitten in der Hochsaison. In den ersten 48 Stunden sollte jemand erreichbar sein, der eingreifen kann.

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Nach dem Launch: Monitoring in vier Stufen

Am Launch-Tag: Weiterleitungen stichprobenartig live prüfen, Indexierbarkeit der wichtigsten Seiten kontrollieren, neue XML-Sitemap in der Search Console einreichen, Tracking auf eingehende Daten prüfen, Formulare erneut testen: diesmal in der Produktivumgebung mit echten Adressen.

In den ersten zwei Wochen: täglich in den Abdeckungsbericht der Search Console schauen. Steigende 404-Fehler bedeuten Lücken im Weiterleitungskonzept, die sich sofort nachtragen lassen. Beobachten Sie außerdem die Serverlogs oder das 404-Log Ihrer Seite: Dort tauchen genau die URLs auf, die Sie im Inventar übersehen haben.

In den ersten vier bis acht Wochen: Rankings und organische Sichtbarkeit beobachten. Eine Delle in den ersten Wochen ist normal, weil Google die neue Struktur neu bewerten muss. Nicht normal ist ein anhaltender Rückgang über mehrere Wochen. Dann liegt in der Regel ein technisches Problem vor und keine Google-Laune. Belastbare Aussagen über die Entwicklung brauchen ohnehin 4–6 Monate, dieselbe Größenordnung wie bei jeder SEO-Maßnahme.

Danach beginnt der eigentliche Job: Vergleichen Sie Ihre Benchmarks. Was hat sich verbessert, was nicht, und warum? Ein Relaunch ist kein Abschluss, sondern eine neue Ausgangsbasis, und die ersten Wochen liefern die wertvollsten Daten für die nächste Optimierungsrunde.

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Die häufigsten Fehler beim Relaunch

Fehler eins: fehlende oder pauschale Weiterleitungen. Alles auf die Startseite umzubiegen ist bequem und vernichtet über Jahre aufgebaute Sichtbarkeit. Fehler zwei: der Relaunch als reines Designprojekt. Die Seite wird schöner, Struktur, Inhalte und Conversion-Pfade bleiben unangetastet. Das Ergebnis sieht besser aus und liefert dieselben mageren Zahlen.

Fehler drei: kein Ladezeit-Budget. Animationen, Video-Header und Schriftsammlungen summieren sich, bis die mobile Ladezeit die Absprungrate treibt. Setzen Sie vor dem Design ein Budget und messen Sie dagegen; unser Maßstab liegt bei unter 2 Sekunden. Fehler vier: Tracking erst nach dem Launch. Dann fehlt die Vergleichsbasis, um überhaupt zu belegen, ob sich etwas verbessert hat.

Fehler fünf: nach dem Launch aufhören. Das Projektbudget ist aufgebraucht, das Team wendet sich anderen Themen zu, und die Seite bleibt für drei Jahre so stehen, wie sie am ersten Tag war. Genau deshalb entstehen Relaunches alle paar Jahre als Großprojekt statt als kontinuierliche Verbesserung, und werden so jedes Mal teuer.

Ein sechster, seltener genannter Fehler: zu viel auf einmal. Wer Design, Technik, Struktur, Inhalte, Domain und Shop-System gleichzeitig wechselt, kann bei Problemen nicht mehr feststellen, welche Änderung sie verursacht hat. Wo es geht, trennen wir diese Schritte.

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Ihr nächster Schritt

Wenn Sie einen Relaunch planen, beginnen Sie nicht mit Design-Referenzen, sondern mit zwei Dateien: dem URL-Inventar und der Benchmark-Tabelle. Beide entstehen an einem Tag und entscheiden über den Erfolg des gesamten Projekts. Alles Weitere baut darauf auf.

Halten Sie außerdem eine Rückfallebene bereit. Die alte Website sollte am Launch-Tag in einem Zustand sein, in dem sie sich innerhalb weniger Stunden wieder aktivieren lässt: Datenbank gesichert, Dateien archiviert, DNS-Änderungen mit kurzer Gültigkeitsdauer geplant. Sie werden diese Rückfallebene fast nie brauchen. Genau deshalb kostet sie so wenig und ist so viel wert.

Wie wir Relaunches begleiten, mit Weiterleitungskonzept, Staging und Messung von Anfang an, , lesen Sie unter Website Relaunch und Webdesign & Websites. Ein Projekt dauert bei uns typischerweise 6–8 Wochen von Kickoff bis Launch und startet bei 7.500 €; die Einstiegspreise finden Sie auf der Preisübersicht. Und wenn die Bestandsaufnahme zeigt, dass Ihre Seite kein neues Design braucht, sondern bessere Inhalte oder Conversion-Optimierung, sagen wir Ihnen das im kostenlosen Erstgespräch, auch wenn das für uns das kleinere Projekt bedeutet.

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